GPS logger wintec WPL-1000

Abgelegt unter: MTB equipment, GPS — martin at 5:54 pm on Mittwoch, Dezember 17, 2008

…hab nochmal zugeschlagen: weil mir die Aufzeichnungskapazität meine Garmin Edge 300 (ca. 3-4 Tage bei Alpencross-Touren) zu gering ist, hab ich schon lange nach einer Möglichkeit gesucht, dieses Manko zu umgehen. Leider hab ich keine Lösung gefunden, mobil ein backup der Daten vom Edge machen zu können. Da gibt es zwar Möglichkeiten, die brauchen aber allen einen PC - möglichst noch mit Internetzugang. Da das bei vielen Touren nicht zu bewerkstelligen ist, hab ich also nach Alternativen gesucht. Ein neues Navigations-Gerät (z.Bsp Edge 705) wollte ich mir nicht gleich kaufen … eigentlich bin ich ja mit meinem alten ganz zufrieden. Also bin ich auf die Suche gegangen und hab das hier gefunden:

Wintec WPL-1000 - ein kleiner GPS Datenlogger für die Westentasche. Das Gerät scheint nach den ersten paar Versuchen ganz vernünftig zu funktionieren. Die Bedienung ist denkbar einfach und das Display zeigt alles an, was man so braucht (Fix-Status; Geschwindigkeit; Strecke; Position …). Auf jeden Fall reicht der Speicher von 94000 trackpoints für mehr als eine 14-Tage-Tour (konfiguriert auf 1Pkt/25m). Einziger Nachteil ist, dass die 2 AAA-Batterien (laut Hersteller) nur ca. 15-20h halten … d.h. es müssen noch Akkus her und ein Ladegerät, was den Techno-Anteil bei meinem Gepäck wieder steigen lässt … hmmm!

Garmin Edge unter Wasser

Abgelegt unter: MTB equipment, GPS — martin at 3:33 pm on Samstag, Juni 14, 2008

Das ist nicht (ganz) wörtlich zu nehmen: tauchen war ich nicht … aber dafür letztes Wochenende bei absolut miesem Wetter eine Runde im Karwendel am Demeljoch fahren. Anfangs hielt das Wetter noch, aber auf dem runter in Richtung Achenkirchner Strasse fing es in Strömen an zu regnen. Und es ist passiert, was passieren musste: als die gefahrenen Höhenmeter Anzeige bei 65000Hm war, dachte ich mir, dass mit dem guten Edge was nicht stimmen kann ;-) das Gerät war bei dem Regen bis zur Unterlippe voll mit Wasser gelaufen - fragt mich nicht, wie das passieren kann bei einem Gerät was auf IPX7 (30min in 1m Wassertiefe) getestet sein soll. Aber das gute Stück hatte sich einfach dem Wasser überantwortet. Die Knöpfe liessen sich nicht mehr bedienen bzw verursachten ungeplante Funktionswechsel oder Geräteabschaltungen und das Display liess auch nichts gutes erhoffen.

Zuhause angekommen legte ich das Gerät ins Warme und hoffte, dass die Feuchtigkeit weitestgehenst verdampfen würde, sodass ich zumindest an den letzten track noch rankommen würde.

Dann ein Anruf bei Garmin, der mich extrem überrrascht hat: eine äussert höffliche und hilfsbereite Dame klärte mich über das Prozedere auf, wie ich eine Reklamation durchzuführen hätte. Sie gab mir auch gleich die Adresse von Garmin, die nicht weit von mir daheim ihre Deutschlandzentrale haben. Also kurz darauf mit dem Gerät und der Originalrechnung (2 Jahre Garantie!) hin zu Garmin. Ich hatte immer noch ein etwas ungutes Gefühl, denn in puncto Kundenservice hatte ich in letzter Zeit nicht viel gute Erfahrungen gemacht. Aber auch hier beim Service vor Ort das gleiche Bild - der Mitarbeiter entschuldigte sich noch, dass er mir nicht sofort ein Austauschgerät mitgeben konnte, versicherte jedoch, dass der Ersatz (”da Reparatur unmöglich”) in spätestens 5 Werktagen bei mir sein würde! Whow!

Alles in allem ist so ein Schaden natürlich ziemlich inakzeptabel .. denn was macht man, wenn auf dem Alpencross am 2ten Tag so ein Sturzregen kommt und das GPS danach zum Teufel ist? Aber bei dem Service und der Hilfsbereitschaft des Garmin-Personals geht da am Horizont die Sonne schon wieder auf. Ziemlich vorbildlich muss ich sagen…

Alpencross Packliste

Abgelegt unter: Alpencross, MTB equipment — martin at 10:53 am on Montag, Juni 2, 2008

Die Frage kommt jedes Jahr wieder auf: was soll ich nur anziehen?!?! Natürlich gibt es nicht die Packliste schlechthin .. was dem einen sin Uhl und so. Deswegen hier mal eine Liste der 7-Sachen, die sich beim Alpencross bei mir im Rucksack finden werden. Generell ist natürlich alles persönliche Geschmackssache, aber die basics werden wohl für alle diesselben sein - also nimmt jeder mit, was er braucht/mag und wer noch mehr in den Rucksack bekommt und mitnehmen möchte, kann auch gern von mir noch was haben ;-)

Kleidung hängt natürlich stark von der Großwetterlage für die geplante Tour ab … 2007 war es wohl das Überflüssigste überhaupt, Regensachen mitzunehmen - 2005 und 2008 war das Ölzeug unverzichtbar. Wir bewegen uns halt 7 Tage in alpinem Gelände und da legt wahrscheinlich keiner seine Hand dafür ins Feuer, dass es nicht mal regnet (oder sogar schneit!) und da lohnt es sich auch mal ein wenig in gutes Equipment zu investieren.  Und wer Ende September unterwegs ist, wird eher warmes Zeugs mitnehmen als jemand der Ende Juli fährt.

Ausrüstung, Werkzeug und Ersatzteile kann man sich gut untereinander aufteilen - nur Zeug zum Schlauch-wechseln sollte bitte jeder dabeihaben (das passiert einem nämlich immer genau dann, wenn alle anderen schon runter ins Tal gefahren sind und man selber gerade noch ein Photo machen wollte). Wer Spezialverschleissteile braucht, nimmt die bitte auch selber mit (d.h für Björn einen kompletten Hinterbau mit Schwinge!).

Der Rucksack sollte vollgepackt möglichst nicht mehr als 5kg bis max. 7kg haben (er hat am Ende immer mehr .. aber 7kg sind mal ein gutes Ziel!). Dazu kommt dann noch, was man am Körper trägt bzw. am Rad hat (Wasser, Werkzeug). Weitere gute Tipps gibt’s dazu auch noch bei Rabe und dem mountainBike Magazin. Das ganze ist keine Bibel - jeder muss da für sich selber wissen, was er bei seiner geplanten Tour braucht. Und wer alleine fährt hat sicher mehr im Rucksack als Leute die in einer Gruppe fahren und sich Zeugs teilen können. Nichtsdestotrotz hier mal die basics:

Bekleidung

  • kurze Radhose mit Einsatz
  • 2x Trikot (Kurzarm)
  • Armlinge
  • Beinlinge
  • lange Radhose (wenn’s sehr kalt wird) **
  • 3x Radsocken
  • leichter Pulli (Fleece)
  • Windstopper-Weste
  • kurze Radhandschuhe
  • lange Radhandschuhe **
  • Leichte Regenjacke
  • Regenhose
  • Regenüberzieher für die Schuhe (oder Plastiktüten) **
  • Helm
  • Kappe/Bandana/Buff
  • Bike-Schuhe

Für abends

  • 2x T-Shirt
  • Leichte kurze oder lange Hose
  • Unterwäsche
  • Socken **
  • Badehose
  • Flip-Flops

Ausrüstung

  • Rucksack 30-35l mit Regenhülle
  • Plastiktüten um alles 100% wasserdicht zu verpacken
  • Landkarten *
  • GPS *
  • LED-Lampe/Taschenlampe *
  • LED-Rücklicht
  • Photo *
  • Handy
  • alle Netzgeräte/Ersatzakkus
  • alle Adressen/Tel# für die Übernachtungen/Notrufnummern *
  • Pass/Ausweis
  • Nachweis Auslandskrankenversicherung
  • Cash
  • EC/Kreditkarte
  • Sonnenbrille
  • Hüttenschlafsack (je nach geplanter Unterkunft; kann man auch unterwegs leihen/kaufen) **
  • Schloss *

Werkzeug und Ersatzteile (möglichst viel davon in die Satteltasche packen)

  • Reifenheber
  • Schlauch
  • Luftpumpe
  • Dämpferpumpe *
  • Minitool mit Imbusschlüssel (bis 8mm) *
  • Speichenschlüssel *
  • Kettennietdrücker *
  • Zange/Seitenschneider *
  • Kettenöl *
  • Silikonspray (für Gabel) *
  • Klebeband *
  • Kabelbinder *
  • Kettenglieder/Nieten *
  • Speichen *
  • Ersatzschaltauge
  • Schaltzug *
  • Mantel *
  • Bremsbeläge **

Waschzeug (alles in kleinen Tuben) 

  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Shampoo
  • Duschgel
  • Rasierer **
  • Sonnencreme
  • Popo-Creme
  • Fettstift für die Lippen **
  • Ohropax **
  • Taschentücher
  • kleines (Flies-)Handtuch

Erste Hilfe *

  • Dreieckstuch
  • Rettungsdecke
  • Pflaster
  • Tape
  • Fett-Gaze (bei Schürfwunden)
  • Verbandszeug
  • Desinfektionsspray
  • Schmerzmittel
  • Salbe gegen Stiche **

Essen

  • 1-2 Trinkflaschen (insgesamt min. 2l)
  • Energieriegel
  • Brausetabletten o.ä. (Calcium und/oder Magnesium) **
  • Tagesverpflegung für unterwegs **

*   1 bis 2mal pro Gruppe
** optional, muss nicht sein

Die beste (weil einfachste) Strategie beim Packen ist es, erst mal alles, was man denkt mitnehmen zu müssen, locker nebeneinander hinzulegen um sich dann vorzustellen, dass man all das auch wirklich 7 Tage lang über die Alpen schleppen wird. Dann alle die Sachen, die man am Rad transportieren kann (Wasserflaschen, Werkzeug…) bzw. am Start anzieht rausnehmen. Jetzt heisst es priorisieren: d.h. den Rucksack auf eine Waage legen und nacheinander Stück für Stück all das auf den Rucksack legen, was man als absolut unverzichtbar für die angepeilte Tour empfindet. Bei max. 5kg (gut) bis 7kg (puhhh) ist dann Schluss … ganz einfach! Dabei sollte man nicht vergessen, dass da immer noch im letzten Augenblick Sachen dazukommen, die man vorher nicht auf der Liste hatte (Geldbeutel, Ladegerät fürs Handy …). Und den ganzen Rest steckt man dann einfach heimlich seinem Kollegen in den Rucksack…

Digitale Karten: Vergleich MagicMaps - Kompass - Swissmap

Abgelegt unter: MTB equipment, GPS — martin at 11:05 am on Samstag, September 22, 2007

…es ist natürlich ein bisschen Geschmackssache, welchem der 3 Systeme man für die Tourenplanung den Vorzug gibt. Zum einen gibt es wenig Gebiete, für die alle 3 Anbieter digitales Kartenmaterial zur Verfügung stellen - dadurch entfällt natürlich schon mal der direkte Vergleich. Zum anderen hängt das wahrscheinlich stark vom geplanten Einsatzzweck - sprich: Art der Tour - ab. Aber nichtsdestotrotz kann man bestimmte Kriterien der Produkte und die Verwendbarkeit zum Planen von Touren (bei mir hauptsächlich mit dem Mountain bike) einmal vergleichen und ein Fazit ziehen.

Ich benutze zur Zeit die folgenden digitalen Produkte

Als Vorbemerkung vielleicht noch was zum Preis der Produkte: Kompass setzt hier echt Zeichen - die Karte für gesamt Südtirol kostet gerade mal €27,-!!! Wem das zuviel erscheint sollte sich evtl mal die Preise von Swissmap anschauen … die treiben einem wirklich die Tränen in die Augen: für jede der 8 Karten im Swissmap25-Sortiment verlangt da Eidgenössische Bundesamt für Landestopographie immerhin die stolze Summe von CHF180,- (d.h. ca €109,-)!!!! Ohne Worte! Die Karten von MagicMaps liegen bei ca. €83,- im eher unvernünftigen Mittelfeld.

Qualität der Karten

Kompass 2D im DetailNatürlich ein wichtiges Kriterium … wenn man Papierkarten gewohnt ist, dann fällt einem das Arbeiten mit den Swissmap und Kompass digitalen Karten sicher einfach. Der Informationsgehalt der Kompass-Karten ist durchaus überzeugend, da man hier alle Infos findet, die man zum planen einer Tour braucht

  • Höhenlinien
  • Geländedarstellung/-schraffuren
  • Wanderwege (mit offizieller Numerierung)
  • Radwege
  • Hütten …

Einzig die Abstände der Höhenlinien von “nur” 33,3m bei der Tirol-Karte, 40m bei der Südtirolkarte und 100m bei der Gardasee-Karte sind im Vergleich zu den anderen etwas schlechter.

Swissmap25 2D im DetailBei der Swissmap kann man sich zwar optional das Overlay für das gesamte Wanderwegenetz einblenden, es fehlen aber leider die offiziellen Numerierungen was eine Referenz zu Texten schwer macht. Dafür ist hier die Geländedarstellung und Details noch genauer als bei Kompass (Höhenlininien bei 20m). Insgesamt entsprechen die Karten im Layout den Papierkarten und sind für die Tourenplanung ideal.

MagicMaps 2D im DetailMagicMaps ist da ein wenig gewöhnungsbedürftiger. Es findet sich zwar alles auf den Karten, aber man muss sich eben an die Art der Darstellung gewöhnen. Positiv ist die Genauigkeit der Höhendaten, die wie bei der Swissmap in 20m-Abständen eingezeichnet sind. Leider fehlen aber hier die overlays mit den Wander- und Radwegen, die einem helfen die vielen gepunkteten und gestrichelten Linien auf der Karte richtig zu deuten. MagicMaps liefert zwar einige wenige (Rad- und Wander-) Touren mit der CD aus, die reichen aber bei weitem nicht, um eine Tour zu planen.

Handling von tracks

Von einem guten Planungstool erwarte ich folgendes

  • mehrere tracks gleichzeitig offen haben zu können und zu bearbeiten und diese dann einzeln speichern zu können
  • Weg-/Trackpunkte hinzufügen/verschieben/löschen zu können
  • Teilstücke umdrehen und zusammenfügen zu können
  • Höhenprofile anzeigen
  • hohe Geschwindigeit bei der Bearbeitung/Bildaufbau

Wieder mal liegt Kompass für mich da ganz vorne. Das einzige was mir hier noch fehlt ist die Möglichkeit mehrere Trackpunkte zusammen zu selektieren und gleichzeitig löschen zu können - das geht nur Punkt für Punkt. Ausserdem fehlt die Möglichkeit tracks in der Richtung umdrehen und zusammenfügen zu können. Hier behelfe ich mir mit anderen software-Lösungen, aber Kompass könnte da ruhig noch nachlegen.

SwissmapAnsonsten ist die Geschwindigkeit, mit der sich diese Bearbeitungsschritte durchführen lassen, nicht ganz unerheblich. Swissmap ist mir mit seiner makromedia-Oberfläche da zu langsam im Bildaufbau z.Bsp. nach dem zoomen oder verschieben des Kartenausschnitts! Ausserdem leidet die Macromedia Director Oberfläche noch an Kinderkrankheiten (?). So “friert” der Bildschirm manchmal ein und es ist nicht mehr möglich den Kartenausschnitt zu verschieben oder das ganze Ding stürzt ab und lässt sich nur nach einem reboot wieder starten (besonders erfreulich wenn man gerade 50 neue Punkte mühselig gezeichnet hat!). Die Verzögerungen beim aktualisieren des Bildaufbaus machen eine Bearbeitung von existierenden tracks mit dem tool zur Qual. Die performance hat sich bei mir auf dem laptop zwar durch die Installation eines neuern Treibers für die Grafikkarte verbessern lassen, aber es ist noch weit davon entfernt “schnell” zu sein. Auch die leidigen Abstürze blieben! Abgesehen davon hat Swissmap noch eine Vielzahl von zusätzlichen Funktionen, von denen ich aber keine wirklich nutze, weil sie mir entweder zu langsam oder für mich uninteressant (z.Bsp. Flächenberechnung) sind. Ausser den eher technischen Problemen wäre noch ein paar Details zu bemängeln. So z.Bsp. dass das default icon für waypoints bei Swissmap ein kaum erkennbares winziges Fadenkreuz ist, das die Suche nach dem importierten Daten auf der Karte nicht gerade erleichtert. Insbesondere da eine List-Darstellung aller tracks und/oder Wegpunkte als Übersicht - wie es MagicMaps und Kompass bieten - fehlt. 

MagicMapsMagicMaps gefällt mir aus anderen Gründen nicht ganz so gut. Die trackpunkte und der track werden z.Bsp. dermassen übergross dargestellt, dass man überhaupt nicht mehr sieht wo man sich auf der eh gewöhnungsbedürftigen Karte befindet und was unter dem nicht transparenten track-Overlay liegt. Ansonsten entspricht das handling ungefähr dem von Kompass - aber auch hier fehlt die Möglichkeit tracks in der Richtung umdrehen und zusammenfügen zu können, was nur bei Swissmap möglich ist (wenn man Zeit hat).

Kompatibilität

Da ich ein Garmin Edge 305 benutze und Garmin hier ein proprietäres Format (course) für tracks benutzt, erwarte ich garnicht, dass das Planungstool direkt mit dem Gerät kommunizieren kann. Deshalb lege ich Wert darauf, dass das tool voll kompatibel mit dem GPX-Format ist, d.h. dass Import und Export aller essentiellen Informationen wie

  • Trackpunkte und Waypoints
  • Höhendaten der Trackpunkte
  • Texte und Beschreibungen
  • Denn was nutzt das ganze Zeichnen, wenn am Schluss der fertige track nicht in ein Datenformat gebracht werden kann, mit dem man auch was anzufangen weiss oder wenn man jedesmal externe converter benutzen muss, um das Format zu generieren mit dem man weiterarbeiten kann?

    KompassAuch hier kann mich wieder Kompass überzeugen! Unschön ist hier lediglich die Tatsache, dass man waypoints und tracks nicht gemeinsam in ein GPX-file exportieren kann. Ansonsten kann Kompass alles, was man braucht.

    Seit der Version 2.0.5 exportiert MagicMaps auch die Höhendaten im GPX-Format - das ist eine deutliche Verbesserung! Zudem kann MagicMaps jetzt auch die track-Daten im CRS-Format im- und exportieren. Somit erfüllt auch MagicMaps für mich alle Anforderungen.

    Bei Swissmap werden ebenfalls die Höhendaten mit exportiert. Aber leider werden die bearbeiteten Trackpunkte nur als routepoints (< rtept>) exportiert. Damit ist das GPX-file fuer mich nicht weiter verwertbar, da ich ausschliesslich mit tracks arbeite. Das lässt sich zwar wieder konvertieren, erfordert aber einen unnötigen extra Bearbeitungsschritt mit einem anderen tool.  

    und sonst…

    Etwas weniger wichtig aber trotzdem erwähnenswert sind folgende Kriterien

    • 3D-Darstellung: haben MagicMaps und Kompass, fehlt bei Swissmap
    • Ausdruck von Karten: Bei Kompass und Swissmap kann man bequem beliebige Kartenausschnitte zum mitnehmen ausdrucken
    • GPS-Anbindung: da ich das Garmin Edge 305 benutze kann ich sowieso mit keinem der gängigen Produkte einen Track hochladen (sind alle nicht kompatibel zum CRS-Format!). Bleibt noch anzumerken, dass Swissmap zwar behauptet über USB mit einem GPS-device kommunizieren zu können, aber diese Möglichkeit geht garantiert nicht mit meiner Version (1.0.21) … da gehen nur COM-port 1,3,5 und 8! 
    • Swissmap bietet einen kostenloses update-Service fuer die overlays
    • MagicMaps liefert eine Reihe von detailliert beschriebenen Radtouren mit aus - aber die Zielgruppe duerfte eher Radwanderer als MTBer sein

    Fazit 

    Übersicht MagicMaps Kompass Swissmap
    Kartenqualität ~ ++ +++
    Handling + ++ --
    Kompatibilität ++ ++ + 
    Preis - +++ -

    Insgesamt gefällt mir das Produkt von Kompass am besten - das ist zwar zum guten Teil persönliches Bevorzugen von Eigenschaften, aber anders kann ich ja nicht urteilen, oder?! Im Internet findet man in Foren einiges an Kritik über die Kompass-Karten - ich kann nur sagen, dass ich die Karten aussergewöhnlich gut finde und dass sich mit ihnen sehr bequem und einfach Touren planen lassen. In Internetforen gab es immer wieder Kritik an den Kompass-Karten, da sich der Kartenschnitt strikt an Landes- bzw. politische Grenzen haelt. Natürlich ist es ärgerlich wenn man beim Tourenplanen oben auf dem Pass an der Grenze zwischen Tirol und Südtirol dann ins “weisse” fährt und nicht mehr weiss, ob man dort drüben auch runterkommt. Offensichtlich wäre es wünschenswert, wenn die Karten zumindest überall bis ins nächste Tal gehen würden. Aber leider ist die Topologie da manchmal tückisch und diesem Wunsch nicht überall 100%ig zu entsprechen und irgendwann ist halt jede Karte mal zu Ende… angesichts aller anderen Vorteile von Kompass nehme ich dieses Übel jedoch gerne in Kauf!

    MagicMaps ist brauchbar! Wenn es noch ein redaktionell bearbeitetes overlay für das Wegenetz gäbe, wäre es echt ein gutes tool. Von Swissmap bin ich etwas enttäuscht - die Karten an sich sind excellent, aber das Multitool zum bearbeiten von tracks ist eine Kathastrophe!! Bei dem Preis könnte man eine Lösung erwarten, die sich besser benutzen lässt…

    Kommentare wie immer erbeten…

    Garmin Edge 705

    Abgelegt unter: MTB, MTB equipment, GPS — martin at 7:46 am on Dienstag, September 18, 2007

    Garmin hat zur Eurobike2007 in Friedrichshafen den ersten speziellen GPS-Fahrradcomputer mit der Möglichkeit zur Kartendarstellung und der Anzeige von SRM-Daten vorgestellt. Fuer MTBer bietet der Garmin Edge 705 im Gegensatz zum 305 folgende Verbesserungen

    • Kartendarstellung
    • erweiterte Navigationsmoeglichkeiten (einschließlich Routing auf der Straße)
    • mehr Speicher fuer tracks (gefahrene Touren) auf der SD-card
    • besserer Akku (angeblich jetzt 15h)
    • Bedienung mit dem 5-way-stick jetzt einfacher
    • Display ist 2,2 Zoll (~5,5 cm) anstatt 1,8 Zoll (~4,5cm) beim Edge 305

    Die Moeglichkeit der Kartendarstellung hoert sich natuerlich erst mal verlockend an - aber das heisst dann auch, dass man sich die MapSource-Karten von Garmin kaufen muss. Hat einer von euch schon mal versucht damit eine MTB-tour zu fahren?? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das abseits von Strassen wirklich nutzbringend ist.

    Positiv muss man sicher den staerkeren Akku und die Moeglichkeit gefahrene track-Daten auf der microSD card zu speichern bewerten. Leider aber ist der Akku immer noch nicht wechselbar, was die Gesamtlebensdauer des Edge nicht gerade positiv beeinflusst.

    Als weitere gadgets ist der Edge 705 jetzt auch SRM-kompatibel, was aber eher Rennradfahrer ansprechen duerfte! Ebenso ueberfluessig ist das feature der drahtlosen Datenübertragung direkt von Gerät zu Gerät. Wie bei einem Handy kann man jetzt mit Freunden Tourdaten per Bluetooth hin- und herschicken … na wer’s braucht.

    Insgesamt stellt sich mir die Frage, ob das ganze wirklich sein muss. Zumal da sich der Preis fuer den Edge 705 zwischen €480,- und €600,- bewegt. Fuer mich sind die neuen features da wirklich nicht motivierend bei meinem Einsatzgebiet. So begeistert ich von dem 305 bin so skeptisch steh ich dem neuen Geraet gegenueber. Bleibt nur zu hoffen, dass der 305 dadurch bald billiger wird ;-)

    Das neue Geraet soll ab Dezember 2007 in Europa verfuegbar sein!

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