Garmin Edge 305 - Auswertung der Tourdaten

Abgelegt unter: MTB equipment, GPS — martin at 3:25 pm on Dienstag, Juli 31, 2007

Jetzt kommt natürlich der Lohn der ganzen Mühe: alles war pima geplant, die Tour ist gut gelaufen und jetzt will man sich die Strecke mal im Nachhinein auswerten - aber wie?

Als erstes sollte man die Daumen drücken, dass man beim Start der Tour nicht vergessen hat, den Timer einzuschalten - ansonsten zeichnet der Garmin keine Daten auf! Dann hat man hoffentlich beim Ende der Tour den timer wieder gestoppt, denn ansonsten ist der komplette Heimweg mit dem Auto/Bahn jetzt mit drauf … incl. dem Umweg über die Kneipe an der Ecke ;-)

Training centerWie lassen sich die Daten jetzt runterladen? Einfachste Möglichkeit ist das mitgelieferte Garmin Trainingscenter. Das kann - je nach Einstellung - den Edge automatisch beim Einstöpseln an den USB-port synchronisieren. Die Daten sind dann im Trainingscenter als “History”-Information einsehbar und können z.Bsp. auf der (sehr rudimentären) Garmin-Übersichtskarte dargestellt werden. Nachteil hier ist mal wieder, dass Garmin nicht besonders viel Wert auf Portabilität gelegt hat und das *hst-Format von fast keinem anderem Programm verstanden wird.

Etwas schöner geht es auf die “umständlichere” Methode. Zum Runterladen von track (=History) Information gibt es mittlerweile mehrere 3rd-party tools. Ich benutze je nach dem, was ich damit später machen will

  • g7towin - ein kostenloses freeware Programm
  • OziExplorer - shareware mit kostenpflichtiger Vollversion

Beide erlauben quasi auf Knopfdruck die Daten vom Edge runterzuladen und anschliessend im gewünschten Format (GPX, KML, …) abzuspeichern.

Was kann man nun mit den runtergeladenen Daten machen? Uneigennützig wie ich bin, empfehle ich jedem natürlich zuerst einmal, sich bei GPS-tour.info (kostenlos) zu registrieren und seine Tour hier hochzuladen. Denn so partizipiert jeder von der gemachten Tour! Natürlich geht da auch jedes andere der GPS-Touren Portale, von denen es mittlerweile eine ganze Invasion gibt…

Will man die Tour auf seiner eigenen website publizieren, empfiehlt sich ein Blick in die API von GoogleMaps. Die erlauben es einem mit minimalen Aufwand sein(e) GPX-file(s) auf einer GoogleMap darzustellen .. hier sind der Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Mittlerweile lassen sich auch *gpx-Files direkt ohne Konvertierung in das *kml-Format in GoogleEarth darstellen.

Für Leute mit einem etwas sportlicheren Ansatz empfiehlt sich eine software, mit der man seine Trainingsleistungen besser auswerten kann. Hier soll sich SportTracks bewährt haben - ich muss aber gestehen, dass das ein Aspekt der ganzen Geschichte ist, der mich nicht besonders interessiert.

Mit GPS-Track-Analyse.NET lassen sich die Photos zur Tour hervorragend mit den GPS-Daten verknüpfen. Die software kann sowohl eine Art slideshow mit Referenzierung der Aufnahmepunkte auf dem Höhenprofil als auch ein GoogleEarth *kmz-File mit integrierten thumps von alle Bildern erzeugen.

Die Möglichkeiten die GPX-Daten aufzubereiten sind grenzenlos … aus reinem Eigennutz hier ein Beispiel von meinem website tourDB!

 

 

Navigieren mit dem Garmin Edge 305

Abgelegt unter: MTB equipment, GPS — martin at 2:30 pm on Sonntag, Juli 29, 2007

on the trackNachdem ich beschrieben hatte, wie man sich eine track für den Edge zusammenbastelt, hier noch ein paar Tipps, wie man ihn auf der Strecke benutzen sollte. Zuerst startet man den Kurs auf dem Garmin Hauptmenu>>Training>>Courses>>[Course auswählen]>>[Enter]>>Do Course. Damit kommt man auf das Standarddisplay für die Kursdaten. Jetzt ggfs noch den Timer starten und es geht los…

Die Daten, die auf dem course-screen zu sehen sind, kann man im sich Einstellungs-menu auswählen. Drückt man den [enter]-button, flippt man nun duch die Untermenus der Course-Daten.

  • Course (der screen oben)
  • Map (der screen unten)
  • Höhenprofil
  • Virtueller Trainingspartner

Im folgenden werden die Begriffe “course” und “track” synonym verwendet. Eigentlich aber stellt die course den geplanten/abzufahrenden Daten dar und der track die tatsächlich aufgezeichneten Punkte während der Fahrt. 

Map Display  - Scharfe Linkskurve in 30mAuf dem Map-display sieht man nun - neben den wichtigsten course-Daten - folgendes

  • die eigene Position (schwarzes Dreieck)
  • den course/track (dicke schwarze Linie)
  • den Masstab (unten links)
  • evtl. bestimmte Wegpunkte
  • evtl. Postion des Trainingspartners (weisses Dreieck)

Soweit sollte alles ziemlich selbsterklärend sein, trotzdem noch ein paar hints. Der runde Kreis um die eigene Position gibt ein Mass für die Ungenauigkeit der Positionsmessung durch den Garmin an. D.h man befindet sich irgendwo innerhalb dieser runden Markierung (hier 6m Radius) - man befindet sich also “irgendwo in dem Kreis um die eigene Position!

Übersicht - wo geht es hin?Solange man sich auf dem course befindet ist alles gut ;-) um es genauer zu wissen sollte man unterwegs die Auflösung mit den Up-/Down-buttons auf ca. 80m bis 120m einstellen. Das ist eine sinnvolle Größe, solange man fährt. Ist man mal runter vom Kurs und fährt z.Bsp. eine ungeplante Alternativroute, will man natürlich wissen, in welcher Richtung man wieder auf den Kurs kommt. Dazu empfiehlt es sich die Auflösung runterzustellen (zoom in), bis man den Kurs wieder im Display sieht und erahnen kann in welcher Richtung/Entfernung er liegt.

Im Menue lässt sich einstellen, wie die Karte auf Bewegungen reagiert

  • immer nord-weisend (d.h. oben auf der Karte ist immer Norden), oder
  • immer in Fahrtrichtung weisend (d.h. oben auf der Karte ist die Richtung in die man fährt.

Ich hab mich für die 2te Variante entschieden, weil die mir natürlicher erschien. Meistens interessiert einen, was genau vor einem kommt und nicht was in Richtung Norden so los ist…

Links oder Rechts?Kommt man nun an eine Weggabelung an der man entscheiden muss ob, links oder rechts, fährt man vor der Gabelung einfach für ca. 10m exakt geradeaus in eine der beiden Richtungen. Dadurch pendelt sich die Karte so ein, dass man meistens schon vor dem Anzweig entscheiden kann, ob es eher rechts oder links weiter geht. Wichtig ist nur zu beachten, dass der Garmin die Karte nur solange ausrichtet, solange man sich bewegt. D.h. wenn man steht (oder sich nur auf der Stelle dreht), sollte man das Map-Display nur mit Vorsicht benutzen, um die Richtung zu entscheiden.

Ein >>Verfahrer<<Ist man sich an einem Punkt nicht sicher, empfiehlt es sich kurzzeitig die Auflösung auf das Maximum hochzuregeln (zoom in). Dann sieht man ziemlich schnell, ob man sich vom Kurs entfernt, oder drauf bleibt (Vorsicht: die Anzeige ist natürlich maximal so genau, wie der vorher geplante Kurs!). Verfahrer werden auch durch den Garmin angezeigt: sobald das Gerät eine Abweichung vom Kurs von mehr als dem Doppelten der augenblicklichen Messgenauigkeit feststellt, erscheint im Display die Anzeige “Off Course”.

Mit dieser simplen Methode hab ich es geschafft 6 Tage quer durch Südtirol zu fahren und dabei selbst auf den wildesten Trails immer den Überblick zu behalten. Wir haben nur einmal die Papierkarte (1:25.000) rausgeholt, die aber im Vergleich zu den Garmin-Daten keine echte Hilfe mehr war.

Tourenplanung für den Garmin Edge 305

Abgelegt unter: MTB equipment, GPS — martin at 2:17 pm on Samstag, Juli 28, 2007

Zum Thema Tourenplanung für den Garmin findet sich sich schon so einiges im Internet - speziell die Seite von Günther Dirks sei hier erwähnt. Im folgenden ist also kurz beschrieben, wie ich unsere 6-tägige Transalp dieses Jahr geplant habe…

Zunächst braucht man natürlich mal eine Idee, wo man fahren will … dazu hat sicherlich jeder seine eigenen kreativen Ideen. Um diese geplante Tour als GPS-Daten aufzubereiten braucht man dann entweder

  • andere Leute, die diese Strecke (oder Teilstrecken davon) schon mal gefahren sind und ihre Daten im Internet verfügbar gemacht haben, oder
  • Digitale Karten

Da es zu dem Zeitpunkt, als ich die Tour geplant hatte ausreichend digitale Karten für Südtirol noch nicht gab, hab ich eigentlich die ganze Runde mit Hilfe von GPS-tour.info geplant. Auf diesem Portal finden sich tausende von Touren, die alle - mehr oder minder gut - beschrieben und mit GPX-Daten versehen sind. Hat man sich ein Stückchen von einer existierenden Tour ausgesucht, lädt man die Daten einfach als GPX-file runter.

Jetzt benötigt man natürlich ein software-Tool, das folgendes leisten muss

  • Stücke aus bestehenden tracks rausschneiden
  • bestehende tracks umdrehen
  • Teilstücke zusammensetzen
  • Kompatibilität zu vielen track-Formaten (GPX, KML, TRK …)

Ich empfehle den OziExplorer, denn er kann genau alles das! Die shareware-Version ist kostenlos, die Vollversion kostet US$95,- … aber das Geld ist gut angelegt, wenn man öfters größere Touren fährt. OziExplorer

Der Vorteil: digitale Karten braucht man für dieses Vorgehen nicht wirklich. Man kann jetzt im OziExplorer ganz einfach Teilstücke des tracks rausschneiden und beliebig mit anderen tracks zusammensetzen. In der Regel dürfte das schon reichen, um die Traumroute hinzubeommen! Natürlich schafft man es so nicht , neue Touren zu entwerfen, die noch nie zuvor ein Mensch begangen hat (Logbucheintrag 09-14 Sternzeit 236:63:058).

Man kann zur Not natürlich auch einfach GoogleEarth hernehmen, und das fehlende Teilstück dort als kml-track zeichnen, runterladen und in den OziExplorer einfügen. Aber bei offroad/trail-Stücken ist die Auflösung von GoogleEarth einfach zu schlecht, um sich darauf zu verlassen. Alle anderen web-basierten Tourenzeichner (mapmyride.com oder marengo-ltd.com ….) haben genau das gleiche Problem: auf den Karten sind keinerlei Wanderwege, Höhendaten etc. eingezeichnet, die man braucht, um zu entscheiden, ob und wie man hier von A nach B kommt. Für die Strecken, die nicht im Wald verlaufen und die daher auf dem Satellitenbild klar zu erkenen sind, kann man sie aber trotzdem zur Not benutzen. Einzige Lösung sind im Augenblick noch digitale Karten - es wird wohl noch eine Weile dauern, bis man diese Datenqualität umsonst im Internet bekommt!

Kompass Digitale KartenFür mich war die Auswahl des Hersteller für die digitalen Karten einfach - Kompass. Da unsere Tour quer durch Südtirol ging war es ein Glücksfall, dass just 3 Wochen vor der Tour die Karte zu komplett Südtirol rausgekommen ist. Das tool von Kompass funktioniert im Prinzip sehr ähnlich wie der OziExplorer. Die Unterschiede sind

  • das Verschieben von bestehenden und das Einfügen von neuen track-Punkten ist bei Kompass wesentlich einfacher als beim OziExplorer
  • Kompass liefert zusammen mit den Karten ein digitales Höhenmodell. Dadurch bekommt bekommt man automatisch die Höhendaten zu jedem Punkt auf dem track.
  • Kompass hat keine Möglichkeit zur Selektion von mehreren track-Punkten gleichzeitig (schlecht beim Löschen von Teilabschnitten) oder zum Zusammenfügen von Teilstrecken zu einem track

click to zoomDer große Vorteil aber ist - natürlich - dass man ganz frei auf der Karte einen neuen track zeichnen kann. Ausserdem lässt sich so auch hervorragend verifizieren, ob der runtergeladene track auch wirklich da lang läuft, wo man dachte ;-) Das allerbeste an Kompass-Karten ist jedoch, dass sie voll kompatibel zu OziExplorer sind, d.h. dass man die einmal gekaufte Karte in den OziExplorer importieren kann und dann best-of-both-worlds hat! Im der Kompass-Software kann man nun als besonderes Schmankerl noch - sozusagen als optisch visuelle Vorbereitung - den geplanten track auf einem 3D Modell abfliegen … unnütz aber toll!

click to zooEgal wie - mit diesen beiden tools sollte man seine geplante Tour fertig gezeichnet/geclippt/gecopied-pasted bekommen. Aus beiden Programmen speichert man nun die track-Daten als GPX-file. Sofern man moch Stücke auf seinem track dabei hat, für die keinerlei Höhendaten vorgelegen haben (passiert bei manchen *gpx-files von GPS-tour.info!) kann man nun noch sehr einfach seinen track um die Höhendaten anreichern. Dazu benutze ich die freeware GPS-Track Analyse.NET von Dietmar Domin. Damit lassen sich ganz einfach für ausgewählte track-Punkte die SRTM-Höhendaten über earthtools.org runterladen. Ausserdem kann man prima Höhenprofile mit dem tool erstellen und Statistiken errechnen.  

Wenn das (oder die) GPX-files dann fertig sind, muss man sie noch auf den Garmin Edge hochladen. Das Garmin-Gerät besteht dabei auf ein proprietäres Dateiformat (*crs). Diese Format ist zwar ähnlich dem GPX-Format, enthält aber noch zusätzliche Informationen. Hier hab ich noch ein bisschen Unwohlsein, denn das Hochladen geht bislang ausschliesslich über das Garmin Training Center - Kompass und OziExplorer können zwar auch Daten zum Edge rauf-/runterladen, aber eben keine *crs-Dateien! Mittlerweile gibt es zwar von MotionBased.com ein web-plugin für den Edge, aber meine Erfahrungen damit sind disaströs: es löscht beim upload eines tracks alles, was auf dem Garmin sonst noch an Touren drauf sind :-( . Um den geplanten track also in das Garmin Training Center hochladen zu können muss man ihn also zuerst in das *crs-Format konvertieren. Dazu gibt es ein prima freeware tool Gpx2Crs. Leider gibt es ausser dem Training Center bislang keine andere software, mit der man course-Daten auf den Edge übertragen kann! dazu importiert man das crs-File und synchronisiert anschliessend mit dem Edge.

Der verfügbare Speicher im Garmin für abgefahrene Kursdaten (”history”) ist relativ klein. Bei mir passen (neben den geplanten Kurs-Daten für 7 Tage) nur etwa 3 Tagestouren drauf. Da das ganze in einem Ringspeicher abgelegt ist, fängt er danach an, alte Historien wieder zu überschreiben. Wenn man eine einwöchige Tour macht und die tatsächlich gefahrene Route sichern möchte, muss man also unterwegs die Daten sichern, d.h. runterladen. Dazu benutze ich das freeware tool g7towin. Das tool hat den Vorteil, dass es vom USB-stick aus läuft und keinerlei grosse Installation auf dem Fremd-PC benötigt. Zur Kommunikation mit dem Garmin benötigt es aber die Garmin USB-Treiber, die vorher auf dem jeweiligen PC installiert sein müssen. Für unterwegs hatte ich also einen USB-stick mit den Treibern und g7towin dabei. Gottseidank hat mittlerweile jedes Hotel oder Cafe einen PC, an den man mal “5 Minuten” dran kann….

Dieses Vorgehen hört sich vielleicht kompliziert an … wenn man sich aber mal 5min damit beschäftigt hat, funktioniert es echt einfach und zuverlässig. Für mich hat es jedenfalls prima gklappt, das Resultat der Planung war echt beeindruckend. Wir hatten in 6 Tagen lediglich 3 “Verfahrer” und keinen mit mehr als 50m! das mach mal mal einer mit Moser/Stanciu nach… viel Spass beim selberplanen :-)

Garmin Edge 305

Abgelegt unter: MTB equipment, GPS — martin at 9:21 am on Samstag, Juli 28, 2007

Gadgetfreak, der ich bin, hab ich mir dieses Jahr ein GPS gekauft: das Garmin Edge 305. Ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, mir so ein “Spielzeug” zu kaufen, war mir aber nicht wirklich klar, was ich wollte/brauchte und welches Gerät genau das leistet.

Garmin Edge 305Haupteinsatzbereich für mich ist das mountain-biking. Ich mache viele Touren hier in den Voralpen und natürlich - wenn es die Zeit erlaubt - auch ein bis zwei Alpencross jedes Jahr. Was dabei nervt, sind die Situationen, bei denen man mit Mooser oder Stanciu an einer Weggabelung steht und sich fragt, was die Jungs mit der Beschreibung “…an der Gabelung hinter dem Stein, zuerst links, dann rechts oben den Weg liegen lassen und montags nicht dem linken leicht abfallenden Anstieg folgen…“  wohl gemeint haben könnten. Nichts gegen die Leistung der beiden (oder ähnlicher Tourenguides): es ist absolut Klasse, was sie rausgebracht haben. Aber wer kennt nicht den Frust, wenn man zum 4ten mal zum obigen Punkt zurückkommt, die Karte wieder rauszerrt und sich fragt, wo es denn nun lang geht? Nur um dann festzustellen, dass man noch gar nicht an dem oben beschriebenen Wegpunkt ist, weil der Tacho falsch justiert war.

Von einem GPS erhofft man sich also zunächst Wunderdinge: eine Karte, auf der man ständig sieht, wo es das nächste kühle Weissbier gibt, eine sanfte freundliche Frauenstimme, die einen dazu auffordert in 5m links in den wunderschönen Wiesentrail abzubiegen und einen Prozessor, der einem, wenn man den letzten Anstieg doch nicht mehr machen möchte, auf Knopfdruck eine ebene Alternativroute vorschlägt. All das ist natürlich noch Zukunftsmusik. Die Funtionalitäten der heutigen GPS-Geräte sind deutlich rudimentärer, aber nicht weniger sinnvoll.

Für mich gab es 2 Hauptkategorien, zwischen denen ich mich entscheiden musste

  • Geräte mit Kartendarstellung
  • Geräte ohne Kartendarstellung

Geräte mit Kartendarstellung (z.Bsp. GPSMAP 60Cx - ca. €600,-) erscheinen natürlich erst mal als die verlockendere Option. Aber bei meinem Einsatzbereich wird schnell klar, dass einem die karten überhaupt nix nutzen. Die meisten trails sind in die bei den Garmin-Geräten verfügbaren Karten nicht eingezeichnet. Man sieht zwar, dass sich in 500m Luftlinie ein Berggipfel oder See befindet, aber das ist auch alles. Solange die Qualität und kostenlose Verfügbarkeit von Karten nicht deutlich besser ist, bietet die Kartendarstellung keinerlei Vorteil (zumal sie noch teuer zu bezahlen ist!).

Geräte ohne Kartendarstellung (z.Bsp. Garmin Edge - ca. €300,-) sind deutlich billiger und kleiner. Sofern man sich an die 3D-Darstellung von Routen in seinem Fahrzeug-Navi gewöhnt hat, ist so ein Gerät natürlich erstmal gewöhnungsbedürftig. Auf dem grauen Display sieht man lediglich eine schwarze Linie (den track/course) und einen schwarzen Pfeil (man selbst). Den Rest kann/muss/sollte man sich denken. Weitere Punkte, die für mich für den Edge 305 sprechen, sind

  • man kann geplante Touren hochladen (anders als beim Forerunner)
  • er hat einen barometrischen Höhenmesser (anders als der Edge 205)

Edge - course Darstellung

Um jetzt den Egde 305 als Navigationshilfe benutzen zu können, muss man die geplante Strecke (der Edge benutzt keine tracks zur Navigations, sondern ein proprietäres *.crs-Format!) zuerst vom PC hochladen. Das geschieht mit Hilfe der mitgelieferten Garmin-software “Training Center”. Der Rest ist ziemlich einfach … auf dem Garmin jetzt im Menü unter Hauptmenu>>Training>>Courses den gewünschten Kurs auswählen und starten.

Für mich ist das absolut ausreichend! Wer Alternativrouten und Hinweise zu POIs auf der Strecke braucht, nimmt einfach weiterhin die (Papier-)Karte zur Hand. Wer ohne Papierkarte losfährt ist selber schuld! Sich nur auf’s GPS zu verlassen, ist m.E. mehr als fahrlässig! Ausfallen kann das Ding immer mal (z.Bsp. bei einem Sturz o.ä.) … so geschehen! Papier dagegen ist geduldig. Ich benutze das GPS regelmässig, aber eine Karte ist einfach immer dabei! Solange alles glatt läuft, bleibt sie aber einfach im Rucksack :-)

Hier sei dazu gleich ein Nachteile/Probleme des Edge 305 genannt

Akkuleistung - der Akku hält nur maximal 10h! D.h. wer eine Mehrtagestour macht, hat besser das Ladegerät dabei. Darüberhinaus empfehle ich eine USB-Batterie, die keine €10,- kostet und an einem Tag, an dem man sich richtig zerfranst hat, einem echt helfen kann, noch abends ins Lager zurück zu kommen.

Ausserdem macht der Akku lt. Herstellerangaben nur 500-1000 Ladezyklen mit - danach muss er kostenpflichtig (ca. €120,-) gewechselt werden :-(

Zweiter Punkt, an dem Garmin das Gerät noch verbessern kann, ist der verfügbare Speicher. Hier sind kaum zuverlässige Angaben im Internet zu finden, aber aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass das Gerät

  • mehr als 8 Tage (pro Tag ca. 2000Punkte) an *crs-Daten vorrätig halten kann
  • aber nur für 3 Tage die aufgezeichneten Tracks speichert - das Gerät hat einen Ringspeicher und überschreibt nach 3 Tagen die track-Daten wieder. D.h. man muss während eines Alpencross die angesammelten track-Daten zwischendurch mal runterladen

Nun zum Einsatz: primär hatte ich mir das Gerät für den Alpencross 2007 gekauft. Bezüglich der Genauigkeit der Positionsdarstellung war ich begeistert!  Ich hatte die Strecke mit mehreren Programmen vorher “gezeichnet” und auf den Garmin geladen. Knackpunkt für mich war nun, wie genau man auf der dargestellten Linie war und wie schnell man entscheiden konnte, ob man sich verfahren hatte, oder ob es lediglich eine Ungenauigkeit beim Zeichnen gewesen war. Jedwege Ungenauigkeit beim Abfahren des Kurses kann mehrer Ursachen haben

  • Kurs ungenau in der Karte eingezeichnet
  • digitale Karte ungenau/schlecht kalibriert
  • Positionsberechnung des Garmin ungenau

Insgesamt kann ich mich aber an keinen Punkt erinnern, bei dem ich mich ausserhalb der vom Garmin dargestellten accuracy (Kreis um die eigene Position) befunden hätte. Selbst bei stärkerer Abdeckung des Satellitensignals (durch Berge, Wälder …) waren es nie mehr als 50m Ungenauigkeit! In der Regel ging die Navigation so vor sich

  • exakt geradeaus fahren, um die Karte auf dem Garmin einzunorden
  • sofern der Abzweig nicht aus der Karte selbstredend hervorging (scharfer Linksknick), einfach eine der beiden Optionen wählen .. spätestens nach 10m war klar, ob man richtig oder falsch war :-)

Selbst an Punkten, an denen der Abzweig (wegen wildem Bewuchs) absolut nicht zu sehen war, haben wir so innerhalb von 2min den weiterführenden trail gefunden … ich erinnere mich da noch an ganz andere Geschichten, wenn man ausschliesslich mit der Papierkarte/Textbeschreibung unterwegs ist!

Hier noch einmal alle Vor-/Nachteile des Edge

  • + klein (kleiner als mein Mobiltelefon) und leicht
  • + relativ günstig (ca. €300,-)
  • + große Genauigkeit (SiRFstar III chip)
  • + barometrischer Höhenmesser (kalibriert sich selber gegen GPS)
  • + großes Display 128 x 160px
  • - upload von Strecken nur im *crs-Format
  • - Akkuleistung zu gering
  • - Speicher für history-Daten zu gering

Für mich ist der Edge 305 die absolut beste Alternative … Kommentare erwünscht ;-)

Alpencross Südtirolrunde 2007

Abgelegt unter: Alpencross, tourDB — martin at 12:03 am on Montag, Juli 23, 2007

Es war meine bislang schönste Tour durch die Alpen - 6 Tage mit super Wetter quer durch Südtirol. Mit den schönsten singletrails und unglaublichen Ausblicken.

Alle Infos und Bilder gibt es hier

Es war eine echt tolle Woche mit euch .. danke :-)

..hier noch der Video-Trailer von Thomas

Nächste Seite »